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Giro d´Italia: Rudern vom Gardasee nach Venedig 2009

Reisetagebuch vom 21. - 31. Mai 2009


Bei der Vogalonga durch Venedig zu Rudern, ist ein Traum vieler (Wander-)Ruderer. Für einige Ruderkameraden von Welle Poseidon hat sich der Traum in diesem Jahr erfüllt: Sie waren bei der 35. (und bislang stürmischsten) Vogalonga am Pfingstsonntag in Venedig dabei. Um die Boote nicht nur für den einen Tag nach Italien zu fahren, wurde zuvor der Gardasee umrudert und dann Venedig über den Brenta-Kanal angesteuert - ein toller Giro d’Italia per Ruderboot!


Bild zu
Mannschaft in der Bernhard Tietz (21.-31.5.2009): Norbert Schneider, Jürgen Poll, Frank Weber, Ulla Seitz, Cornelia Colsman
Mannschaft in der Havel (vom 28.-31.5. in Venedig): Antje Kloss, Gerd Röder, Peter Sühlo, Heidi und Bernd Westerkowski


21.05. 1. Tag Anreise: Berlin-Berching
Das Team der Bernhard Tietz startete am Himmelfahrtstag im Club am Wannsee und fuhr auf überwiegend verregneten Autobahnen in Richtung Bayern. Entsprechend kamen wir auch bei Regen in Berching an, wo wir aber ein exzellentes Quartier in der restaurierten und erweiterten Stampfermühle hatten. Überhaupt waren wir alle von diesem Städtchen mit alten Stadttoren und einer schönen Innenstadt begeistert, ebenso vom Abendessen in einem Brauhaus am Marktplatz.

22.05. 2. Tag Anreise: Berchingen- Brenzone
Am nächsten Tag saßen wir wieder lange im Auto, aber zum Glück wurde das Wetter immer besser, je mehr wir uns Italien näherten und hinterm Brenner war es richtig sonnig und sehr warm. Am Nachmittag hatten wir dann unser erstes Ziel erreicht. Durch die Berge kamen wir an den Gardasee, der dort im Norden einen Flaschenhals bildet und als Surfer-Paradies bekannt ist. Angesichts der vielen über den See fliegenden Surfer kamen aber auch die ersten Zweifel – wo und wie soll man da mittendrin rudern?
Unsere Anlaufstelle war das Hotel Bel Fiore, das mit seinen üppigen Blumen seinem Namen alle Ehre macht, direkt am See gelegen, eine Blühtenpracht, soweit das Auge reichte. Wir waren allerdings in einem Ferienappartement untergebracht, das Stück weiter bergauf gelegen war. Dieses Quartier lernten wir lieben: nicht gerade luxuriös, aber die Terrasse mit phantastischem Seeblick, der auch über den vertrockneten Garten hinwegtröstete. Wir hatten dort zwei Doppelzimmer und ein extra Bett im Wohn-Schlaf-Esszimmer, aber das nahmen wir genauso sportlich wie das eine Bad für fünf Personen (die Einteilung in Slots für die Badbenutzung funktioniert eher intuitiv als nach Plan…). Entscheidend war, dass das Wetter gut war und wir uns praktisch die ganze Zeit auf der Terrasse aufhalten und dort auch essen konnten.

Kurz nach uns kam auch der Fahrtenleiter Thilo mit dem Bootshänger an. Eine geeignete Stelle zum Abladen zu finden war am schmalen Ufer des Gardasees ebenso schwierig, wie einen guten Stellplatz für den Hänger für die nächsten Tage, fast drei Stunden dauerte dieses Manöver. Aber irgendwann war es geschafft und so konnten wir uns in der immer noch recht warmen Sonne ans Aufriggern machen. Abends gingen wir Essen und genossen danach noch unsere Terrasse.

Samstag, 23.05. 1. Ruderetappe Gardasee: Brenzone-Moderna
Nach einem ausgiebigen Frühstück freuten wir uns alle auf die erste Ruderetappe, vor allem nach zwei Tagen Autofahrt. Wir hatten einen kleinen Hotelsteg gefunden, den wir zum Ablegen nehmen durften. Dann ging es nach Süden. Zwei Probleme begleiteten uns von Anfang an: Die Sonne knallte unerbittlich vom Himmel, zum Rudern war es fast schon zu heiß. Außerdem erwies sich für die Navigation (auch in Sichtweite der Küste) eine eher künstlerisch gestaltete Landkarte aus den frühen 70er Jahre als wenig geeignet. Verfahren konnten wir uns zwar nicht, aber mit den Distanzen erlebten wir Überraschungen. Aber an beides gewöhnten wir uns.

Der erste Stopp war in der Stadt Garda, wo wir an einem kleinen Strand anlegten und uns eine lange Pause aufgrund der Hitze gönnten. Wir machten an der Uferpromenade ein Picknick und fuhren nachmittags weiter. Nach unserer Tour um den See wussten wir, dass an jedem Teil andere Wassersportfraktionen vertreten sind. So treffen sich in der Bucht von Garda die Motorbootfahrer, sie waren alle am Samstag aktiv und nervten uns mit ihrem Lärm und den Wellen ganz schön. Wobei das Spritzwasser ganz willkommen war. Gleich am ersten Tag testeten wir, wie erfrischend im See getränkte T-Shirt sind und auch die Basecaps wurden mindestens einmal die Stunde gewässert werden – Trinkpausen waren bei der Hitze noch viel häufiger nötig.

Gerne wären wir noch nach Sirminone gerudert, aber das war zu weit, deshalb ging es gleich zum gegenüberliegenden Ufer. Dort sollte es laut Fahrtenleiter einen Ruderclub geben. Allerdings beschlossen wir, nicht den Club zu suchen, sondern unser Boot möglichst dicht an der Fähre von Maderno aus dem Wasser zu nehmen. Einen vernünftigen Steg gab es für nicht, aber wir konnten das Boot an einem steinigen Badestrand rausholen.
Inzwischen war schon ungefähr 18 Uhr und die Fähre kam bald, allerdings hatten wir dann in Torri Pech, dort fuhr uns gerade ein Bus vor der Nase weg. Der nächste sollte in einer Stunde kommen, genug Zeit für ein Bier und den Einkauf fürs Abendessen. In einer netten Bar kamen beim Bier die Lebensgeister der müden und verschwitzten Mannschaft langsam zurück. Als wir dann allerdings fast eine Stunde vergebens auf den Bus warteten, fiel die Stimmung auf den Nullpunkt. Irgendwann fanden wir ein großes Taxi und waren froh, nach Hause zu kommen. Denn nach fast 30 Ruderkilometern bei dieser Hitze wäre kein Fußmarsch mehr drin gewesen. Zu Hause gab es erstmal eine große Portion Pasta und dann wurden die Flüssigkeitsreserven aufgefüllt.

Sonntag, 24.05. 2. Ruderetappe Gardasee: Maderno-Riva
Am nächsten Morgen hieß es zeitig aufstehen, denn die Busse fuhren sonntags nicht so oft, dafür aber überraschend pünktlich um 8.30 Uhr. Wir fuhren nach Torri und hatten gleich eine Fähre nach Maderno und dazu noch mit großem Spektakel: fünf rote Ferraris waren mit an Bord, sie wurden auf der anderen Seite von weiteren Modellen der Scuderia erwartet. Ein Knattern und Gestank, an dem keiner vorbei konnte.

Als wir an den Strand kamen bot sich dort gleich noch ein weiteres Schauspiel, oder besser gesagt, ein unglaubliches Chaos. An Ablegen war vorerst nicht zu denken, denn am Strand tummelten sich nicht nur viele Badende, sondern auch eine Kajak-Gruppe mit über 20 Booten, die gerade starten wollten. Außerdem demonstrierte das italienische Rote-Kreuz mit Neufundländer- Rettungshunden, Tauchern und Motorbooten diverse Rettungsmanöver und die Neufundländer schleppten scheinbar Ertrinkende aus dem Wasser. Die Zeit bis zum Start wurde wahlweise mit Espresso oder Bier überbrückt.

Auf dem Wasser gab es leichten Nordwind, es war etwas diesig und sehr heiß, selbst alte Ruderhasen drängten freiwillig auf den Steuerplatz. Mittags machten wir wieder lange Rast in Campino, einem alten Dorf, dass gerade völlig umgekrempelt wird, denn dort soll ein neuer, riesiger Sporthotelkomplex mit großer Marina gebaut werden. Wie man landseitig zu diesem am Fuße der westlichen Steilküste völlig abgelegenen Ort kommen soll, blieb uns allerdings ein Rätsel.

Durch die steile und felsige Westküste hatten wir am Nachmittag angenehmen Schatten, außerdem war es spannend, die diversen Tunnel und Straßen zu sehen, die sich für Autos und Fahrräder auf unterschiedlichen Höhen durch den Fels fressen. Kurz nach 17 Uhr kamen wir in Riva an, dort ging gerade eine Segelregatta zu Ende. Der Ort hat eine schöne Uferpromenade und vor allem auch einen einladenden Holzsteg, an dem wir unser Boot einfach über Nacht vertäuten.

Es dauerte eine ganze Weile, aber irgendwann hatten wir die richtige Haltstelle gefunden und wir bekamen auch den letzten Bus – und wir fuhren in die richtige Richtung! Denn in der Gegenrichtung hatte der Rückreiseverkehr Richtung Norden und Autobahn eingesetzt, die Autos standen dort kilometerlang. Abends gönnten wir uns auf der Hafenpromenade eine üppige und leckere Fischplatte, die Stimmung war bestens. Allerdings mussten wir bald heim, weil sich von Norden eine schwarze Gewitterfront ankündigte. Gegen 22 Uhr setzte dann ein heftiges Gewitter ein. Auf unserer Terrasse saßen wir in die erste Reihe und verfolgten dieses beeindruckende Naturspektakel: Blitze zuckten über die gesamte Länge des gegenüberliegenden Bergrückens, dabei kam das Gewitter immer näher und brachte viel dringend benötigten Regen.


Montag, 25.05. 3. Ruderetappe Gardasee: Riva-Brenzone
Zum Start der dritten Etappe mussten wir mit dem Bus nach Riva. Wir waren gut gerüstet, hatten schon unser tägliches Six-Pack (natürlich 1,5l Flaschen Wasser!) gekauft und noch einen Kaffe getrunken. Aber als wir auf die Promenade kamen, zuckten wir zusammen: Wo war unser Boot geblieben? Es war nicht zu sehen! Der Steg lag verlassen und wir bekamen einen Schreck… Doch es war nur etwas abgetrieben, weil sich eine Plastikabsperrkette nicht als Bootsfestmacher bewährt hatte. Zum Glück war nichts passiert! Um 11 Uhr starteten wir, die Luft war klar, gute Sicht, nicht zu heiß, leichter Rückenwind für eine Stunde – und welch Freude, kein einziger Surfer! Zur Mittagszeit setzte der berühmte Gardasee-Effekt ein: der Wind drehte auf Süd und frischte deutlich auf. Auch wenn es nun Gegenwind war, genossen wir ihn, denn er brachte uns eine leichte Abkühlung.
Besonders schön war die Silhouette von Malcesine mit seiner alten Skalinger-Festung, und ein paar Buchten weiter fanden wir Kieselstrand als Anlegestelle. Am dritten Tag auf dem Gardasee war die Zeit reif für einen Badestopp. Deshalb stürzten wir uns mit Begeisterung ins Wasser, hatten aber leider eine eisigkalte Stelle erwischt. Also dann, einfach eine Mittagspause!

Jetzt war es bis zu unserem Ausgangspunkt nach Brenzone noch ca. eine Stunde, für diese Etappe hatten wir insgesamt drei Stunden gebraucht, eine super Zeit. Wir hatten es geschafft: der Gardasee war umrundet und wir waren dabei rund 90 Kilometer gerudert! Nach der geglückten Tour holten wir das Boot aus dem Wasser und riggerten es ab, verstauten alles so weit wie möglich. Thilo sollte am nächsten Tag zum Verladen kommen.
Nachmittags fuhren wir dann mit dem Auto zum Bummeln nach Malcesine, befremdlich war dabei das Geräusch, dass der Daimler von sich gab. Abends gab es wieder reichlich Pasta, wie immer hatten alle Ruderer guten Appetit. Wir verbrachten einen gemütlichen letzten Abend auf der Terrasse und alle waren mit dem ersten Teil der Reise äußerst zufrieden.

Dienstag, 26.5. Unfreiwilliger Landtag in Brenzone
Vormittags waren unsere Taschen gepackt, die Wohnung aufgeräumt und nach erstaunlich kurzer Verladezeit fuhren Thilo und Sandra mit vollbepacktem Auto (zu den neuen Weingläsern hatten sie in der Toscana den passenden Wein gefunden) samt Bootsanhänger weiter. Doch als wir ebenfalls mit Norberts Auto losfahren wollten, streikte es. Norbert konnte nicht mehr schalten. Entsetzte Gesichter! Was nun? Die ADAC-Nummer funktionierte nicht, also fragten wir im Hotel. Es gäbe eine Werkstatt am Ort. Wir warteten am Auto und nach kurzer Zeit kam ein sehr freundlicher Italiener, der mit seinen Deutschkenntnissen schnell eine eindeutige Diagnose stellte: „Motor hat Dichtung gegessen“. Weil er selber mit einem Mercedes vorfuhr, wirkte er kompetent und versprach nach einem Telefonat, dass die Reparatur ca. 24 h dauern würde. Zum Glück konnten wir unser Appartement noch um eine Nacht verlängern.
Aber dann standen wir vor einer ganz neuen Frage: Was machen wir denn jetzt mit diesem angefangen Tag? Hier am Gardasee? Am besten Urlaub! Offiziell durften wir den Swimming Pool mit der schönen Liegewiese vom Hotel Bel Fiore mitbenutzen, wozu wir bislang keine Zeit hatten. Nun konnten wir dort einen entspannten Nachmittag verbringen, die Pause tat uns allen gut! Anschließend gab es im Appartement noch einmal einen Grill- und Schlemmerabend. Alle waren sich einig, dass war ein wirkliches Geschenk, dieser freie Tag! Nur Norbert trieb natürlich die Sorge um sein Auto um…

Mittwoch 27.5. Über Land: Brenzone-Oriago
Gegen Mittag war das Auto fertig, nach genau 24 Stunden packten wir alles wieder ins Auto, das diesmal ohne Murren und Probleme in die Gänge kam, der Preis war allerdings auch entsprechend hoch! Wir fuhren nun weiter nach Oriago, einem kleinen Ort direkt am Brenta-Kanal gelegen, unser nächstes Rudergewässer. Oriago ist kein schöner Ort, nur die teilweise noch existierenden herrschaftlichen Landsitze reicher Venezianer entlang des Kanals zeugen von besseren Zeiten (sehr sehenswert: Villa Widmann). Gleiches konnte man auch von unserem Hotel, dem einzigen vor Ort, sagen. Es wartet schätzungsweise seit den 40er Jahren vergebens auf eine Renovierung und hat uns in Farbgebung und Mobiliar auf eine schwere Probe gestellt. Kurz nach uns trafen Thilo, Sandra und Wim nach einem anstrengenden Rudertag mit heftigem Wind auf der Brenta ein. Dafür gab es abends ein nette Pizzeria und viel Vorfreude auf Venedig.

Donnerstag 28.5. Auf dem Brentakanal: Oriago-Venedig
Der Start wurde durch eine komplizierte Logistik verzögert: Norberts Auto wurde zum Ruderclub nach Mestre gefahren (und dort gleich neben dem beschilderten Parkplatz für den „Präsidenten“ geparkt), unser Boot wurde weiter oben eingesetzt, der Hänger zurückgefahren, das zweite Boot ging am Hotel ins Wasser. Dann ging es endlich los, nach kurzer Zeit sahen wir vom Brentakanal aus die berühmte Villa „Malcontenta“ von Andrea Palladio.

Kurz danach wurden unter einer sehr flachen Brücke unsere Bauchmuskeln getestet: Statt des Kommandos: „Ruder lang“ hieß es nun „Ruderer lang“! Anschließend wurde die Landschaft flach und langweilig. Nach einer Schleuse ging es in Richtung Venedig und am Horizont zeichnete sich die petrochemische Industrie von Marghera und Mestre ab – liebliche italienische Landschaften sind etwas anderes!
Nach dem gemächlichen Brenta-Kanal befanden wir uns nun plötzlich in unruhigeren Gewässern: Wir waren in der Lagune von Venedig, über dem flachen Wasser fegte ein ordentlicher Wind mit entsprechenden Wellen – und zwar aus Salz- und Brackwasser! Außerdem ein lebhafter Schifffahrtsverkehr, riesige Container-Frachter, denen wir und auch zahlreiche andere Ruderer, vor allem Kanuten aus Frankreich, ausweichen mussten. Hier merkten wir schnell, dass wir nicht die einzigen Vogalonga-Gäste waren! Außerdem lernten, dass es in der riesigen Lagune von Venedig markierte Fahrtrinnen gibt, deutliche Gezeitenunterschiede, inklusive starker Strömungen sowie gefährlicher Untiefen. Aber wir nahmen es wie immer sportlich und auch dem offiziellen Durchfahrtsverbot unter dem Auto-/und Bahndamm zwischen Mestre und Venedig (lediglich ein Brückenbogen ist zur Passage freigegeben) ignorierten wir uns und hatten Glück, dass wir bei Ebbe auf keinerlei Treibgut trafen.

Kurz drauf kamen wir im Ruderclub in Mestre an. Ein pompöses Gebäude mit wuchtigen Säulen zur Wasserfront hin und einladendem Garten. Fränki freundete sich bald mit Luigi, dem Chef der dortigen Öko an, die in einem Kiosk untergebracht war. Dort traf sich unsere Mannschaft auch in den nächsten Tagen auch immer zum Picknick, für das Thilo und Sandra aufs Beste gesorgt hatten.
Auf dem riesigen Gelände lagen neben Ruderbooten auch etliche Segelboote. Und jeden Tag kamen mehr internationale Vogalonga-Gäste hinzu: Kirchboote aus Finnland, Drachenboote aus Ungarn französische Rennvierer, Wanderruderer aus allen Regionen Deutschlands, ein buntes und internationales Treiben.

Inzwischen war auch das Team für die Havel per Flugzeug in Venedig eingetroffen:
Antje, Peter, Gerd, Heidi und Bernd. Sie hatten vom nahe gelegenen Hotel Russott einen Spaziergang gemacht (ca. 15 min) und begrüßten uns mit großem Hallo im Ruderclub. Als wir anschließend im Hotel einchecken wollten, erlebten wir an der Hotelrezeption ein echtes italienisches Drama. Wir waren uns alle einig, dass wir noch nie eine unfähigere und unfreundlichere Begrüßung in einem Hotel erlebt hatten. Die Verteilung von acht Personen (die anderen hatten schon eingecheckt) in bereits reservierte Zimmer war genauso schwierig wie die Herausgabe des richtigen Schlüssels; so passte unser Schlüssel nicht zum erwarteten Damen-Dreibettzimmer, stattdessen standen wir in einem Herren-Doppelzimmer unserer Mitruderer. Genauso unmöglich war ein Frühstück außerhalb der festgelegten Zeiten, da dieser „Service“ an eine Fremdfirma ausgelagert war. Auch den Sinn einer Hotelbar, die ab 23 Uhr im Dornröschenschlaf liegt, verstanden wir nicht. Viva Italia!

Abends hieß es dann Venedig erkunden. Alle hatten Hunger, so saßen wir bald auf einem kleinen Platz, aßen Pizza und schlenderten anschließend durch die engen Gassen, die so manchem die Orientierung rauben. Später treffen wir noch Westerkowskis, die als Venedig-Kenner ein Hotel am Lido gebucht hatten. Dabei merken wir, wie schwierig es ist, sich in dieser Stadt zu verabreden und tatsächlich auch zu treffen, ohne Handy wäre es nicht gelungen! Mit dem Vaporetto 1 ging es zur Piazzale Roma zurück, doch entlang aller Sehenswürdigkeiten dauerte es seine Zeit. Inzwischen war der letzte Bus weg, zum Hotel mussten wir dann ein Taxi nehmen. Und dann war auch noch die Bar geschlossen!

Freitag, 29.05. Rundfahrt Mestre-Venedig
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel wollten wir alle eine gemeinsame Rudertour auf der Lagune machen. Doch die Abfahrt verzögerte sich, denn hatte Norbert schon wieder Pech: jemand hatte versucht, sein Auto aufzubrechen und er musste in Begleitung von Fränki und einem Hotelmitarbeiter zur Polizei. Wir nutzten die Zeit, um die Havel aufzuriggern. Als das Boot klar war, kamen auch Norbert und Fränki von der Polizei zurück, leider ohne große Hoffnung auf irgendeine Aufklärung oder gar Entschädigung.

Inzwischen hatte der Wind gedreht, Murano, wo wir eigentlich hin wollten, war jetzt keine Option mehr. So ruderten wir parallel zum Damm (Ponte della Libertà) nach Venedig und wagten uns in den Canal di Cannaregio. Doch machten uns die Vaporetto-Kapitäne schnell klar, dass wir dort nichts zu suchen hatten und bei der Enge des Kanals, der Gegenströmung, den Wellen und dem Verkehr verloren wir auch schnell den Spaß an der Sache. Wir hatten Schwierigkeiten, im Kanal zu wenden und Thilo musste mit seinem historischen Boot erstmal gründlich Wasser schöpfen, bevor an eine Rückfahrt zu denken war. Zurück in Mestre im Club gab es für alle (15 Personen) wieder ein reichhaltiges Picknick, inklusive des in der Toscana frisch gekauften Weins.
Am Abend starteten mehrere Exkursionstruppen nach Venedig.

Samstag, 30.5. Rundfahrt Mestre-Murano
Ein sonniger und windstiller Morgen, nach dem Frühstück startete die Tietz und ein holzgeklinkertes Boot von Thilo, die Undine (Zweier+ gesteuert). Heute war Murano das Ziel und wir erreichten die Insel nach knapp 1,5 Stunden gemütlicher Fahrt, vorbei an San Michele, der Friedhofsinsel Venedigs. In Murano fanden wir für beide Boote einen schönen Steg zum Anlegen, nur das Verlassen des privaten, abgesperrten Geländes erwies sich als etwas schwieriger. Aber Gerd bahnte mit seinem Charme und Italienischkenntnissen einen Weg für uns. In Murano gab es in den Glasbläserwerkstätten und vielen Läden farbenprächtige und kunstvolle Glaskreationen zu sehen. Alle kehrten mit bunten Glasobjekten an Bord zurück. Auf dem Rückweg ruderten wir durch Murano und kehrten anschließend nach Mestre zurück. Der weitere Ablauf war wie gehabt: ein leckeres Picknick und abends fuhren alle nach Venedig. Auf dem Campo Santa Margerita kamen nach und nach alle unsere Ruderer zusammen. Alle genossen Venedig, das Treiben auf den Plätzen, die Straßencafés, die angenehmen Temperaturen. Und alle fieberten dem großen Tag, der Vogalonga, entgegen.

Pfingstsonntag, 31.5. Die 35. Vogalonga!
Wer zuerst kommt, rudert zuerst
Endlich war es soweit. Sonntagmorgen, 6 Uhr, Zeit aufzustehen. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes: die Hotelfahnen standen senkrecht im starken Wind! Also kein netter Rudertag wie gestern, sondern ein echtes Abenteuer, das uns bevorstand. So standen wir alle um 7 Uhr erwartungsfreudig bei den Cannoniere de Mestre am Steg. Aber – wir waren nicht alleine – und schon gar nicht die ersten! Weit über hundert Boote aller Art warteten darauf, zu Wasser gelassen zu werden. Zum Glück gab es drei unterschiedliche Stege, die genutzt werden konnten. Allerdings gehörte dazu eine gehörige Portion Durchsetzungsvermögen, denn bei den Absprachen, welches Boot am als nächstes dran sei, fehlte den internationalen Teams manchmal eine gemeinsame Sprache. Wir nutzten die Wartezeit, um bei den französischen Rennrudern abzugucken, wie man mit eingelegten Skulls das Boot zu Wasser lässt und legten mit dieser Methode einen Blitzstart hin, auf den wir sehr stolz waren.

Kein Auftakt für Warmduscher
Allerdings verflog unsere Euphorie schon auf der Strecke nach Venedig. Die fünf Kilometer zum Start am Markusplatz hatten wir eigentlich zum „Warmrudern“ gedacht. Stattdessen wurde es ein „Nassrudern“, nach kurzem waren alle nass bis auf die Haut und – zwar von den Wellen! Heftiger Wind peitschte über die Lagune und baute schnell hohe Wellen mit Schaumkronen auf, die graue Salzbrühe schlug uns ständig ins Boot. Später erfuhren wir, dass das ungewöhnliche Zusammentreffen zweier Winde („Bora „ und „Tramontana“) an dem Tag über Venedig für diesen starken Wind (4 Beaufort laut Wetterbericht) verantwortlich war – wir wurden mittendrin kräftig durchgepustet. Außerdem hing der Himmel so voller tiefschwarzer Wolken, dass wir auch ständig mit Regen rechneten, aber der blieb glücklicherweise aus. Der Steuermann hatte bei Gegenwind, hohen Wellen, Ebbe und starker Strömung keinen leichten Job. Und die Befehle mussten im Boot weitergegeben werden, denn an der Bootsspitze waren sie nicht mehr zu hören. Während wir uns darüber freuten, in einem stabilen und sicheren Dreikieler zu sitzen (den wir bislang bei allen Verladeaktionen ob seines Gewichtes verflucht hatten), konnten wir Rennvierer beobachten, denen es kaum gelang, sich von den Fahrwasserdalben freizuhalten oder von diesen wieder los zu kommen, wenn sie der Wind dort hingedrückt hatte. Wir sahen die ersten Boote, die auf Untiefen aufgesetzt hatten, eins war gar gekentert, andere waren schon so vollgelaufen, das sie bereits vor dem Start wieder umkehren und aufgeben mussten. So auch unserer Fahrtenleiter Thilo, der bei diesen extremen Wetterverhältnissen in seinem historischen Boot keine Chance hatte.


9 Uhr ab Markusplatz: Start der 35. Vogalonga
Wir waren froh, den Canal di Cannaregio erreicht zu haben, etwas Windschatten, heute durften wir hier langrudern und dann in den Canale Grande zum Markusplatz abbiegen, wo die Vogalonga (Vogalonga bedeutet übrigens „lange Welle“, in diesem Jahr wäre „Vogaalta“ – „hohe Welle“ passender gewesen) gestartet wurde. Pünktlich mit dem neunten Glockenschlag der Kirche Santa Maria della Salute (vis-a-vis vom Markusplatz) kamen wir dort an. Im nächsten Augenblick donnerte ein Kanonenschuss, der traditionelle Startschuss, über das Wasser und schon begann das Rennen. Es war ein buntes und überwältigendes Bild, das sich uns nun bot. Bei dieser 35. Rundfahrt durch Venedig für muskelkraftbetriebene Wasserfahrzeuge aller Art gingen mehr als 1.600 Boote an den Start mit insgesamt rund 6.100 Ruderern. Venezianische Gondoliere in offenen Barken, Kanus und Kajaks, Wander- und Rennruderboote, Drachen- und Kirchboote, selbst Wasserfahrräder waren am Start. Die knapp 30 km lange Rundstrecke führte über Burano, Murano und schließlich durch den Canale Grande wieder zum Markusplatz zurück.

Die Vogalonga wird seit Mitte der siebziger Jahre von umweltbewussten Venezianern organisiert, die gegen die immer stärkere Lärm- und Wasserbelastung durch ständig zunehmenden Motorbootverkehr protestieren und diesem wenigstens an einem halben Tag im Jahr Einhalt gebieten wollen. Obwohl es bei der Vogalonga nicht um die Zeit geht, sondern in erster Linie darum, dabei gewesen zu sein, legten sich jetzt natürlich alle mächtig ins Zeug.

Sicherlich waren besonders für die venezianischen Ruderer, die im Stehen und ähnlich wie Gondolieres rudern, die vielen Wanderruderboote ein Dorn im Auge, denn es kam mit den Skulls immer wieder zu „Keilereien“. Einen solchen Spaghetti-Knoten fabrizierten drei offensichtlich nicht sehr steuergeübte italienische Ragazzi. So verkeilten sich in einer Kurve mit Strömung plötzlich fast ein Dutzend (Wander-)Ruderboote und bei den folgenden, mehr oder weniger verzweifelten Befreiungs-Ruder-Manövern trafen wir überraschend auf unser Schwesterboot Havel, übrigens das einzige Mal auf dem Parcours. Es wurde geflucht, vor- und zurückgerudert, mittendrin steckte ein Doppel-Achter mit sichtlich gestresstem Steuermann. Wir wunderten uns teilweise, wie aggressiv einige Steuermänner und Bootsbesatzungen reagierten… Aber irgendwie löste sich das Chaos auf und unser souveräner Steuermann Fränky brachte uns sicher weiter, nur mit den Kajaks ging er manchmal auf etwas auf Tuchfühlung, wenn sie nicht rechtzeitig ausweichen wollten.

Bunte Boote
Unterwegs gab es reichlich Gelegenheit, andere Boote zu bewundern. Vor allem die vielen italienischen Barken waren sehenswert, denn die Mannschaften (je nach Boot zwischen 4-18 Personen) waren in der Regel einheitlich gekleidet, in leuchtenden Farben, die Boote passend dazu mit Blumengirlanden geschmückt. Außerdem gab es Lotsen aus Amsterdam, die mit Schifferklavier und Tulpen auf dem Kopf für gute Stimmung sorgten. Oder der bretonischer Ruderkatamaran, der offensichtlich für das Meer konstruiert ist, dessen achtköpfige Besatzung im Takt immer abwechselnd mit den Stechpaddeln von Back- auf Steuerbordseite wechselte. Dazu tönte in voller Lautstärker bretonische Musik aus einem Recorder. Auch viele deutsche Boote hatten kräftig geflaggt, so ein Kölner Kirchboot, komplett in Köln-T-Shirts und riesiger Kölner Fahne. Wir hatten dagegen gleich drei Fahnen am Fahnenstock (wenn auch kleinere): Welle Poseidon, Berlin und Deutschland und wurden oft von anderen Teilnehmern begrüßt.

Rückweg von Burano
Die erste Etappe nach Burano war sehr anstrengend durch den Gegenwind, dort machten wir eine kurze Rast im Boot. Dort war der äußerste Punkt der Rundfahrt erreicht und wir drehten zurück in Richtung Venedig. Von da an hatten wir überwiegend Rückenwind und flogen fast zurück. Entsprechend wurde die Stimmung auch wesentlich lockerer. Schnell waren wir in Murano, das wir schon vom Vortag kannten. Dort standen viele Zuschauer auf den Brücken und am Ufer und klatschen und winkten bei bester Laune allen Ruderern zu!

Unglück vor dem Canal di Cannaregio
Dann nur noch der Endspurt nach Venedig rüber, die letzten Kilometer, wir hatten es schon fast geschafft. Als wir uns der Hauptinsel näherten und auf den Canal di Cannaregio zuhielten, hörten wir plötzlich Sirenen. Was war das denn? In Venedig sind natürlich Polizei und Rettungsdienste per Schiff unterwegs. Die Sirenen kamen näher und bald sahen wir die Unfallstelle: ein gekentertes Drachenboot schlug gegen einen Fahrwasserdalben. Die Besatzung wurde über Strickleitern in die Rettungsboote gezogen (entlang der gesamten Strecken waren Posten). Doch es kam noch schlimmer, denn kurz darauf trieben mehrere Skiffs Kiel oben durchs Wasser, einige zerbrochen wie Streichhölzer, die Boote waren aufgegeben, die Ruderer nicht in Sicht. Überall schwammen Wasserflaschen, Sitzkissen, Turnschuhe, ein Trümmerfeld auf dem Wasser, beklommene Stille im Boot – und Gänsehaut. An dieser Stelle gab es richtige Wellentäler mit Nordsee-Charakter, an einer Häuserecke der Insel hatten sich hier sowohl Wind- als auch Wasserströmungen geballt und mit zu diesem Unglück beigetragen. Insgesamt kenterten an dieser Stelle über 50 Ruderer erwischt, die gekentert sind, aber alle kamen ohne größere Verletzungen davon.

Auf der Zielgeraden
Kurz danach konnten wir endlich wieder in den Kanal fahren, welch eine Erleichterung ohne den Wind! Aber auch hier war immer noch kräftige Strömung, die beim nun beginnenden Défilé der Teilnehmer etwas störte. Bereits am Canal di Cannaregio, vor allem aber am Canale Grande waren die Uferpromenaden und Brücken mit begeisterten Zuschauern gesäumt. Alle Boote wurden laut begrüßt und bejubelt, wir hörten immer wieder „Germania, Germania“. Besonders imposant waren die Paraden der großen venezianischen Barken. Von ihren Familienmitgliedern begrüßt, stoppten sie vor den Brücken und erhoben ihre 18 Ruderblätter senkrecht, um sie dann anschließend nacheinander fächerförmig wieder zu Wasser zu lassen. Ein tolles Spektakel, auch wenn wir durch diese Stopps, die ständig nachdrängenden Boote und die Strömung unsere liebe Not hatten, uns von den anderen Booten freizuhalten. Aber trotzdem blieb uns natürlich noch reichlich Zeit, uns an der einmaligen Kulisse der venezianischen Paläste zu erfreuen! Kurz vor dem Markusplatz kam dann auf einem Ponton das Ziel in Sicht. Jedes eintreffende Boot wurde laut über Megaphon mit Startnummer und den Namen der Mannschaft begrüßt, jeder bekam eine Urkunde und Medaille ins Boot gereicht. Jubel auch bei uns im Boot, wir hatten es geschafft! Wir hatten unsere erste Vogalonga erfolgreich beendet – und zwar unter extrem widrigen Wetterbedingungen!

Heimweg mit Hindernissen
Es war ungefähr 13 Uhr, wir waren sehr gut durchgekommen und mit unserer Zeit zufrieden. Doch was nun? Auf die Havel warten? Allerdings war nach fünf Stunden nonstop im Boot der Gedanke an ein Getränk oder trockene Sachen auch sehr verlockend. Aber das war hier am Markusplatz natürlich illusorisch. Also noch einmal gemütlich durch den Canale Grande zurück. Dort gibt vermissten wir nun mehr denn je Ruderanleger und vor allem Biergärten für durstige Sportler, wo waren die nur…?
Eine ganze Weile beobachten wir die nachfolgenden Boote, dann wollten wir zurück nach Mestre, am liebsten auf dem schnellsten Weg, den wir gekommen waren, durch den Canal di Cannaregio. Allerdings war die Bootsparade im Canal di Cannaregio immer noch im vollen Gange. Das wollten wir aber nicht abwarten, also nahmen wir Kurs auf die Einfahrt. Hinter uns ertönte lautes Hupen und eine Megaphonansage. Als die Polizei uns auch bei weiteren Anläufen anpfiff und uns klar machte, dass wir in diesen Kanal zur Zeit nicht einfahren durften, änderte die Tietz äußerst widerwillig den Kurs und wir mussten einen Umweg einschlagen. Doch letztlich hatten wir dadurch einen Vorteil, denn wir ruderten so im Windschatten des Damms bis nach Mestre und unterquerten die Brücke erst kurz vor dem Ruderclub, wodurch uns weitere Wellen und Windböen erspart blieben. Nach 6,5 Stunden im Boot hatten wir wieder festen Boden unter den Füssen, da war natürlich erst mal ein Anlegerbier fällig.
Die letzte Picknickrunde wurde von Thilo und Sandra eingeläutet, die am gleichen Tag zurückfahren wollten. Also wurden die Boote abgeriggert und verladen und anschließend der Fahrtenleiter Thilo und Sandra ganz herzlich verabschiedet.

Abends um 18 Uhr in der Hotelhalle: wir waren alle frisch geduscht, glücklich, erschöpft –
und natürlich hungrig. In der Gegend gab es kaum Restaurants oder sie hatten Sonntag Ruhetag. Aber nach einem gehörigen Fußmarsch fand sich ein Restaurant, wo genügend Platz für alle elf Ruderer war. Dort fasste Co-Fahrtenleiter Fränki in einer Abschiedsrede die Höhepunkte der Reise noch einmal zusammen.
Sicherlich ist die Teilnahme an der Vogalonga ein absoluter Traum für jeden (Wander-)Ruderer. Aber noch besser gefallen hat es unserer Bernhard-Tietz-Mannschaft vorher am Gardasee.
Bella Italia: Auch auf dem Wasser unbedingt eine Reise wert.

Montag, 31. Mai Rückfahrt Venedig-Berlin
Bereits um 6 Uhr morgens startete das Team der Tietz, diesmal wieder mit Norbert am Steuer (seines Daimlers). Mit einigen Steuermannswechsel und nur kurzen Stopps kamen wir innerhalb von 12 Stunden wieder wohlbehalten am Wannsee bei Welle Poseidon an. Die Mannschaft der Havel flog nach Berlin zurück. Einen besonders herzlichen Dank an die Fahrtenleitung und alle, die zum Gelingen dieser tollen Fahrt beigetragen haben!

Fotos zur Vogalonga 2009 in der Bildergalerie oder im Netz einfach nach Vogalango 2009 googeln und man findet jede Menge Videos und Fotos, z.B.: http://www.vogavenezia.com/foto/vogalonga-2009-1.html




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